Betriebsübergabe

Tipps zur reibungslosen Betriebsübergabe

Betriebsübergaben bringen oft Schwierigkeiten mit sich. Aber das muss nicht sein.

Betriebsübergaben sind grundsätzlich keine einfache Sache – auch nicht für Gastronomen und deren Nachfolger. Oftmals ist die wirtschaftliche Situation des Unternehmens bzw. des Gastronomiebetriebs bei der Übergabe nicht wirklich klar oder es sind dritte Personen und Parteien mit betroffen – wie etwa die Geschwister des Nachfolgers. Grundsätzlich gilt: Je mehr schon lange vor der Übergabe geklärt ist, desto besser.

Was alles vorher geklärt sein sollte

Erfahrungswerte besagen, dass man mindestens zwei Jahre vor einer Übergabe mit deren Planung beginnen sollte. So vermeidet man Streitigkeiten, denn es muss nichts übereilt und hastig geklärt werden. Wichtig ist auch, dass man alle relevanten Themen vorab bespricht und nichts unter den Teppich kehrt. Die wirtschaftliche Situation des Betriebs (inklusive eventueller Verbindlichkeiten und Rentenverp ichtungen!) sollte objektiv geklärt und es sollte festgelegt sein, ob die Eltern bzw. der Vorgänger weiter mitarbeiten will und wie mit eventuell vorhandenen Geschwistern des Nachfolgers umzugehen ist (Stichwort: Erbteilung). Auch der Übergabezeitpunkt sollte eindeutig festgelegt werden

Spielraum für den Nachfolger

Wichtig ist es außerdem, dem Nachfolger einen gewissen Spielraum zu lassen. So zum Beispiel einen finanziellen Spielraum – für notwendige Investitionen. Aber auch einen entsprechenden Handlungsspielraum. Dem Nachfolger im Anschluss an die Übergabe noch „reinzureden“ – etwa als Vater oder Mutter – hilft in den wenigsten Fällen. Oftmals ist es sogar besser, eine Übergabe lieber früher als später durchzuführen. Je eher beispielsweise die eigenen Kinder Verantwortung im Betrieb übernehmen, desto motivierter und auch erfolgreicher agieren sie – das zeigt die Erfahrung. Eine späte und stückweise Übergaben sorgt eher für Frustration und Entscheidungsschwäche. Fazit: Regeln Sie die Nachfolge umfassend und rechtzeitig! Im Zweifelsfall können Sie sich beraten lassen – von einem auf Nachfolgeregelungen spezialisierten Anwalt, Ihrem Steuerberater oder einem Notar.