Regionalität

Gestern war Bio – heute ist Regionalität

DLG-Studie zu einem bisher unterschätzten Megatrend
Über viele Jahre waren Bio-Produkte ein Garant für Erfolg im Food-Bereich. Das sind sie auch heute noch. Aber inzwischen gibt es einen Megatrend, der Kopf und Bauch der    noch stärker anspricht: An der Supermarkt-Kasse regiert bereits die Regionalität.
 Bei aller Vorsicht im Umgang mit großen Worten: Es ist durchaus so etwas wie eine  Revolution, die in den letzten Jahren weitgehend unbemerkt in den Einkaufswagen des Lebensmittel-Einzelhandels stattgefunden hat: Bis vor kurzem war es noch die Vorsilbe „Bio“, die bei Verbrauchern besonders starke Kaufimpulse auslöste. Heute geht es vor allem um Regionalität: Wie aus einer aktuellen Studie der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) hervorgeht, ist Regionalität „der neue Platzhirsch im Supermarkt“. Auch bei einer Umfrage des Nestlé-Konzerns im Jahr 2011 gaben immerhin 81 Prozent der Befragten an, dass sie „Produkte aus der Region“ kaufen, während die Kategorie „Bio-Produkte“ nur 45 Prozent der Stimmen erhielt.
Bei der Rangreihe nach Wichtigkeit der Themen hängt die Regionalität bei der DLG-Studie mit 45 Prozent der Stimmen die Konkurrenten Bio (22 Prozent), Nachhaltigkeit (21 Prozent) und Fair Trade (12 Prozent) deutlich ab. Und auch, was die Langlebigkeit des Trends angeht, ergab die im Auftrag der DLG durchgeführte Umfrage sehr eindeutige Ergebnisse: Immerhin 61 Prozent der Befragten zeigten sich überzeugt, dass das Thema Regionalität mindestens zehn Jahre lang aktuell bleiben wird, 20 Prozent trauten ihm eine Haltbarkeit von fünf bis zehn Jahren zu, und nur 18 Prozent gehen davon aus, dass es in zwei bis fünf Jahren wieder aus dem Fokus verschwindet.

Was die DLG außerdem wissen wollte: Welche Eigenschaften werden eigentlich in der Hauptsache mit dem Begriff Regionalität verbunden? Zu den wichtigsten Facetten gehören nach den Ergebnissen der Studie:

  • Frische: Kurze Transportwege
  • Heimat: Produkte der Umgebung
  • Qualität: Beste Fachverarbeitung
  • Vertrauen: Erzeuger sind vertrauenswürdig
  • Sicherheit: Kaufen ohne Zweifel
  • Umwelt: Geringe CO2-Belastung
  • Natürlichkeit: Alles so belassen, wie es ist
  • Tradition: Bekannter Ursprung der Herstellung
  • Genuss: Regional schmeckt’s gut
  • Gesundheit: Produkte sind nicht vorbelastet
  • Kontrolle: Erzeuger-Arbeitsumfeld einsehbar
Vielleicht ist Ihnen der Gedanke beim Lesen der Liste schon gekommen? All diese Punkte, die von den Verbrauchern als wichtigste Vorteile von regionalen Produkten genannt wurden, treffen auf die Bierspezialitäten der Privatbrauerei Eichbaum in vollem Umfang zu. Das heißt für Sie: Zum Wohl dem, der den richtigen Partner hat.

Megatrend - Regionalität ist laut Entscheidern ein langfristiger Trend

Regionalität ist keine Modeerscheinung, sondern ein langfristiger Megatrend! Regionales hat auch in der Gastronomie Hochkonjunktur
Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen, sagt der Volksmund. Das trifft besonders dann zu, wenn sowohl die Rezepte wie auch die Zutaten aus heimischen Gefilden kommen, sagen aktuelle Trendstudien.

Wie sich die Zeiten ändern – und mit ihnen die Vorlieben der Gäste. Bis vor Kurzem konnte es kaum exotisch genug sein, wenn Erika und Max Mustermann die Küche kalt ließen und sich im Restaurant ihrer Wahl etwas richtig Feines gönnen wollten. Inzwischen weist das kulinarische Navigationssys- tem eher in eine andere Richtung. Regionale Spezialitäten wie Saumagen, Schäufele und saure Kutteln sind längst nicht mehr chancenlos gegen Sushi, Tapas und Tortillas. Ganz im Gegenteil: Die Highlights der lokalen Küche stehen immer höher im Kurs. Selbst Sterneköche sehen in der zeitgemäßen Interpretation deutscher Klassiker inzwischen eine durchaus lohnende Aufgabe.
Dass hinter dieser Entwicklung kein kurzlebiger Hype in manchen Bereichen der Gastronomie, sondern ein stabiler Trend steckt, belegen mehrere Untersuchungen im Lebensmittel-Einzelhandel: Regionalität, so fand beispielsweise die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) unlängst im Rahmen einer breit angelegten Studie heraus, sei „der neue Platzhirsch im Supermarkt“ - und die meisten glauben langfristig:

  • 61 % mind. 10 Jahre
  • 20 % mind. 5–10 Jahre
  • 11 % mind. 3–5 Jahre
  • 7 % mind. 2–3 Jahre
Ein Produkt lokaler Herkunft löse bei Verbrauchern inzwischen sogar stärkere Kaufimpulse aus als die Vorsilbe „Bio“. Natürlich gehört zu den Gaumenfreuden aus der regionalen Küche auch ein anständiges Bier von hier. Das gilt vor allem für diejenigen Spezialitäten, die sich von den austauschbaren und scheinbar heimatlosen Fernsehbieren wohltuend  abheben, weil sie einen ganz eigenständigen Charakter haben. Und dafür sorgt bei Eichbaum be-kanntlich nicht nur das herausragende Können unserer Braumeister, sondern auch die Qualität der Zutaten, die zu einem großen Teil aus heimischen Gefilden kommen.
Bei welchem Bier werden sich Ihre Gäste wohl eher zu Hause fühlen: bei einem, das erst über die sieben Weltmeere gesegelt ist, bevor es schließlich bei Ihnen ankam, oder bei einem, das seinen unvergleichlichen Geschmack unter anderem echter Kurpfälzer Sommergerste verdankt?   

Treffpunkt Aktuell im Gespräch

mit Michael und Nadine Schellenberger von der Gaststätte „Zum güldenen Stern“ über den neuen Trend zur Regionalität.


Michael und Nadine Schellenberger
„Zum güldenen Stern”
Hauptstraße 65
68526 Ladenburg


Im Lebensmittelhandel ist Regionalität der neue Megatrend. In der Gastronomie auch?
Ja, vor allem bei saisonalen Produkten stehen regionale Produkte hoch im Kurs – ganz nach dem Motto: frisch vom Acker auf den Teller.

Geht es dabei nach Ihren Beobachtungen um Speisen und Getränke gleichermaßen?
Ja, das gilt sowohl als auch. Uns geht es dabei nicht nur um Frische und Qualität, sondern auch um die Unterstützung unserer heimischen Bauern und Händler. Auch den Wein brauche ich nicht aus Italien zu importieren, wenn ich den persönlichen Kontakt zu den Winzern in der Region pflegen kann. Dasselbe gilt selbstverständlich auch fürs Bier.

Welche konkreten Erfahrungen haben Sie mit regionalen Spezialitäten gemacht?
Wie bei anderen Produkten ist auch hier Kreativität gefragt. Regionale Spezialitäten gehen noch besser, wenn man sie ein bisschen „aufmotzt“.  Pfiffige Gerichte zu kreieren auf Basis von Klassikern, das ist mein Rezept. Heutzutage lockt man niemanden mehr mit SchniPoSa in sein Restaurant.

Worauf legen Ihre Gäste dabei am  meisten Wert?
Frische und Qualität der Produkte stehen an ers-ter Stelle. Aber genauso wichtig ist eine fachkundige Servicekraft, die dem Gast kompetent Auskunft geben kann. Schließlich will der Kunde wissen was er auf dem Teller und im Glas hat!

Was glauben Sie: Ist es eher der Kopf oder der Bauch Ihrer Gäste, der sich für hiesige Produkte entscheidet?
Das ist eine gute Frage, die sich eigentlich kaum beantworten lässt. Da müssten Sie mal meine Gäste fragen.

Der Handel hat festgestellt, dass der Trend nicht zuletzt von einkommensstärkeren Kunden getragen wird. Wie ist das in der Gastronomie?
Das würde ich so nicht bestätigen. Gerade auch Leute mit geringem Einkommen gönnen sich gerne mal etwas – Sie suchen sich dann aber sehr gezielt einen Gastronomen von dem sie wissen, dass er etwas Vernünftiges auf den Teller zaubert und der Service stimmt.

Wie eng oder wie weit wird der Begriff eigentlich definiert? Ganz konkret gefragt: Gilt die berühmte Frankfurter Grüne Soße in Mannheim noch als regional?
Grüne Soße? Auf gar keinen Fall. Wir definieren die Region mit Kurpfalz, Pfalz und Bergstraße. Das bedeutet Obst, Salate und Gemüse von heimischen Äckern, Wild aus regionaler Jagd, Fisch aus hiesiger Zucht.

Haben Sie vor, Ihr regionales Angebot in Zukunft noch auszuweiten?
Nein, wir haben schon heute alles, was unsere wunderbare Region zu bieten hat.

Was würden Sie Gastronomie-Kollegen empfehlen, die ebenfalls von der neuen Lust auf Regionales profitieren wollen?
Wichtig ist natürlich auf die Frische der Produkte zu achten und diese mit viel Lust an der Arbeit zuzubereiten. Wer erfolgreich sein will,  muss den Gast nicht nur als Geldgeber sehen und sich selbst als echten Gastgeber, dem das Wohlbefinden seiner Kunden am Herzen liegt.

Zum Schluss noch eine persönliche Frage: Wie oft genießen Sie selbst Produkte aus der Gegend?
Nicht weniger als täglich! Was gerade Saison hat, landet auf meinem Teller, im Augenblick vornehmlich der köstliche Spargel.

Nachhaltig zu mehr Geschäftserfolg

Gefragter denn je: Produkte, die von hier stammen


Das Thema Nachhaltigkeit gewinnt auch in der Gastronomie einen immer höheren Stellenwert. Es bedeutet nicht nur, Ressourcen effizient zu nutzen, sondern diese auch zu schonen und neue Wege zu beschreiten.

Wasser- und Energieverbrauch, Abfallmanagement, Mitarbeiterförderung und der Einsatz regionaler Produkte sind dabei entscheidende Eckpfeiler. Ein wichtiger Punkt aus dem Bereich Einkauf ist die Bevorzugung von Lieferanten mit nachweisbarem Nachhaltigkeitsmanagement aus der direkten Nachbarschaft, um die Lieferwege kurz und die Produkte frisch zu halten.

Qualitätsmerkmal Herkunft

Gäste legen heute mehr denn je Wert darauf, zu wissen, woher der Gastronom seine Waren bezieht und wie diese produziert werden.
Dass dieses Thema mehr und mehr die Diskussion bestimmt, begrüßen wir sehr. Für die Privatbrauerei Eichbaum spielen Nähe und Nachhaltigkeit nämlich schon lange eine ganz entscheidende Rolle: Mehrwegkreisläufe, kurze Wege, regionale Partner und nicht zuletzt das Reinheitsgebot – all das sind Aspekte, die für uns schon jahrzehntelang feste Unternehmensbestandteile sind. Und darüber hinaus haben wir noch einiges mehr zu bieten. Das beginnt schon bei den Rohstoffen, etwa bei der Braugerste aus der Region oder unserem Brauwasser aus dem 130 Meter tiefen eigenen Brunnen, das dort fast 5.000 Jahre lang ohne Umwelteinflüsse in Stein eingeschlossen war.
Das setzt sich fort bei den echten Mehrwegpools, die Umwege über die Eifel oder die Nordsee vermeiden und auf schnelle Wege innerhalb der Region setzen. Und das ist mit dem ressourcenschonenden Umgang mit Energie und den enormen Investitionen in emissionsoptimierte Technologie zum Erhitzen und Kühlen noch lange nicht zu Ende. Denn Nachhaltigkeit hat für uns seit jeher zum Beispiel auch eine soziale Komponente: Wir sind das älteste Unternehmen in Mannheim, beschäftigen heute rund 235 Mitarbeiter und sind indirekt am Fortbestand vieler weiterer Arbeitsplätze in der Region beteiligt, da wir vorzugsweise mit hiesigen Zulieferern und Dienstleistern zusammenarbeiten.

Regionale Transportwege

Und viele dieser Menschen – ob Interne oder Externe – sind eben auch für Sie da und unterstützen Sie in Ihrer täglichen Praxis mit Rat und Tat. Das alles bekommen Sie als Partner der Privatbrauerei Eichbaum einfach so zu unseren erstklassigen Produkten dazu. Unser Tipp: Durch einen offensiven Umgang mit
den Themen Regionalität und Nachhaltigkeit können Sie sich gegenüber Ihrer Konkurrenz abheben und sich als bewusst agierenden Gastronom positiv darstellen.