Studenten

Studenten als Personaljoker für die Gastronomie?

Alles, was Sie über die verschiedenen Beschäftigungsmöglichkeiten von Studenten wissen müssen

Durch die finanziellen Engpässe im Studium jobben Studierende immer gerne während des laufenden Semesters oder in den Semesterferien, um sich etwas dazuzuverdienen. Im Gastronomiebereich sind Studenten aufgrund ihrer zeitlichen Flexibilität gern gesehene Aushilfen bei personellen Engpässen – oder werden sogar durchgehend ganzjährig beschäftigt. Der Anreiz für den Gastronom: vor allem die geringeren Lohnnebenkosten. Bei der Beschäftigung von Studierenden sind allerdings einige Dinge zu beachten, damit es später nicht zu bösen Überraschungen oder Beitragsnachzahlungen kommt.

Eine Beschäftigung in den Semesterferien

Als „kurzfristig Beschäftigte“ können Studenten für unter drei Monate und mit einer vorausgehenden vertraglichen Vereinbarung eingestellt werden. Der Vorteil: Diese studentischen Aushilfen sind versicherungsfrei in Sachen Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung. Lediglich die Beiträge zur Unfallversicherung und zu den Umlagen zur Sozialversicherung (U1 und U2) sowie die Beiträge zur Insolvenzgeldumlage sind vom Gastronom zu entrichten.

Der regelmäßige Minijob

Viele Studenten arbeiten regelmäßig für ein monatliches Entgelt von bis zu 450 Euro. Die steuerliche Regelung dieser geringfügig entlohnten Beschäftigungsverhältnisse: Vom Arbeitgeber zu zahlen sind die pauschalen Sozialabgaben in Höhe von 30 Prozent, die Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung und zur U1/U2 sowie die Beiträge zur Insolvenzgeldumlage. Der Student zahlt allenfalls Rentenversicherungsbeiträge in Höhe von 3,7 Prozent.

Werkstudenten als Helfer in der Gastronomie

Wenn ein Student durchgehend beschäftigt wird und monatlich mehr als 450 Euro verdient, kann eventuell der Status als Studenten als Personaljoker für die Gastronomie? Alles, was Sie über die verschiedenen Beschäftigungsmöglichkeiten von Studenten wissen müssen Werkstudent genutzt werden. Der Vorteil: Die Beschäftigung ist in Kranken-, Pflegeund Arbeitslosenversicherung versicherungsfrei. Nur zur gesetzlichen Rentenversicherung, zur Unfallversicherung, zur U1 und U2 sowie zur Insolvenzgeldumlage müssen Beiträge gezahlt werden. Aber Achtung: Das Werkstudentenprivileg gilt nur für „ordentlich“ Studierende. Das sind Studenten, die an einer Hochschule oder einer ähnlichen anerkannten Einrichtung auch tatsächlich immatrikuliert sind und die auch den überwiegenden Teil ihrer Zeit und ihrer Arbeitskraft eben in genau dieses Studium stecken. Bei einer Überschreitung der maximalen Arbeitszeit von 20 Wochenstunden während eines laufenden Semesters sieht man den Werkstudentenstatus somit grundsätzlich nicht mehr als gegeben an. Ausnahmen gibt es hier nur, wenn die Mehrstunden an Wochenenden, abends oder nachts geleistet werden – und die Gesamtbeschäftigungsdauer 26 Wochen innerhalb eines Jahres nicht überschreitet.

Fazit 

Führen Sie sich die verschiedenen Möglichkeiten, wie man Studenten gerade in der Gastronomiebranche beschäftigen kann, nochmals genau vor Augen. Analysieren Sie Ihren Personalbestand und den saisonalen Verlauf Ihres Gastronomiebetriebs. Planen Sie Ihre Einsatzzeiten für ein Jahr im Voraus. Brauchen Sie Studierende als Unterstützung eher punktuell oder durchgehend? Und zu welcher Tageszeit? Wählen Sie nach Beantwor tung all dieser Fragen die beste der oben genannten Möglichkeiten für sich und Ihren Betrieb aus. Aus Erfahrung lässt sich sagen, dass sich der Einsatz von Studenten in den meisten Fällen auszahlt. Studenten sind in der Regel sehr zuverlässig und flexibel. Oft sind sie auch länger dabei, als man zu Beginn denkt, und gehören irgendwann schon fast „zur Familie“.